 Der letzte Schliff.
| Band |
The Revs |
| Album |
The Revs |
| Plattenfirma |
Haldern Pop / Cargo |
| Bewertung |
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Seit die Organisatoren des Haldern Pop-Festivals sich dazu entschlossen haben, auch auf dem Labelmarkt Fuß zu fassen, ist viel passiert. Der Glaube an die Schönheit der Chance und die Schönheit der Musik, die man in Haldern mag, verhalf den beiden großartigen belgischen Bands Das Pop und Zita Swoon zu spätem Ruhm auf dem deutschen Markt. Ob die Mission der Niederrheiner nun kommerziell erfolgreich war oder nicht, mit The Revs steht auch schon das nächste Signing in den Plattenläden.
Mit den drei Iren aus Donegal hat das Label nun auch endlich die Band gefunden, die den musikalischen Konsens aus mehr als 20 Jahren Festival-Erfahrung am besten beschreibt. The Revs klingen ein bisschen wie die Quersumme aller Bands auf dem Festival, denen eine gewisse Affinität zu melancholischer und eingängiger Popmusik nachgesagt wird.
Auch die Revs machen melancholische Popmusik. Nicht subtil genug, um nicht des öfteren auszubrechen aus dem samtigen Gewand gezupfter Hall-Gitarren und Midtempo-Drums. Nein, die Revs können auch richtig dreckig rocken, wie etwa im Song Every Monkey, der vor allem durch ein extrem… naja, männliches Gitarrenriff besticht. Ob nun laut oder leise, die Revs wirken stets stilsicher im Songwriting, was garantiert den einen oder anderen Ohrwurm zur Folge hat. Vor allem die erste Singleauskopplung Time Slippin' bleibt hängen, nicht zuletzt weil der Song theoretisch zu 100 Prozent aus der Feder von Tiger Lou entsprungen sein könnte.
Fazit: Letztendlich fehlt es den Iren leider auf Albumlänge ein wenig an Überraschungsmomenten, ansonsten wäre das hier eine ganz große Popplatte geworden.
Marius Bubat
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