 Silent Night.
| Band |
Scott Matthew |
| Ort |
Hundertmeister (Duisburg) |
| Datum |
18.12.2008 |
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Ausgerechnet in Duisburg beendet der umtriebige Singer/Songwriter Scott Matthew (der OHNE 'S') seine diesjährige Tournee, bevor es den gebürtigen Australier wieder zurück in seine neue, winterliche Wahl-Heimat New York verschlägt.
Dort wird Matthew hoffentlich so schnell wie möglich die Arbeit an seinem sehnsüchtig erwarteten Zweitwerk vollenden. Bis dahin verkürzt er seinen Fans die Wartezeit mit einer eigens für die Jahreszeit aufgenommenen Christmas-EP, die es hier an diesem vorweihnachtlichen Abend (leider ohne der darauf mitwirkenden Sia) dem zahlreich erschienenen Publikum zu präsentieren gilt.
Und das lauscht andächtig. Beklatscht euphorisiert angesichts so viel geballter Schönheit jeden einzelnen auch noch so unbekannten Song. Wie schon während seiner Festivalauftritte im Sommer verzichtet Matthew auf eine groß angelegte Bühnenschow und verlässt sich ganz auf sein — lufthol — Songmaterial. Seine Live-Darbietung erschöpft sich in kleinen Gesten und sympathischen Ansagen, die er auf einem Barhocker sitzend zum Besten gibt. Und natürlich in ihrem ergreifenden Vortrag. Denn jetzt mal ehrlich. Was braucht es bei Songs wie White Horse (auf dem kommenden Album) und dem immer wieder ins Falsett übergehenden Gesang schon mehr? Findet das Publikum auch und fordert Matthew immer wieder heraus, bis dieser einen Zugabenblock spielt, der länger als das eigentliche Konzert ausfällt. Begleitet wird er dabei übrigens von seiner gut gekleideten Backing Band, die hier und dort für das benötigte Ambiente sorgt, sich aber ansonsten erfreulich dezent im Hintergrund hält.
Irgendwie beruhigend, dass so etwas auch manchmal ausreicht und nicht immer eine fette Lightshow als Gefühlsverstärker (Hallo Coldplay!) bemüht werden muss. Dessen ist sich wohl auch Scott Matthew bewusst, denn wie heißt es doch so treffend in einem seiner Songs: „In the end / We all cry in the dark“
Katja Peglow
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