 Dann doch nicht.
| Band |
Mob |
| Album |
We All Repeat The Past |
| Plattenfirma |
BluNoise/Alive |
| Bewertung |
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Es sind diese Sekunden, diese Sekunden zwischen drei Minuten dreißig und drei Minuten vierzig, als jemand denkt: „Großer Gott, was machen die denn da?“ Minor Crash ist das erste Stück auf We All Repeat The Past von Mob und da zieht auf einmal ein Donnerwetter auf, das mindestens so laut ist wie die Apokalypse. Schon legt er sich die Superlative zurecht: Größtes Postrock-Album ach größtes Album des Jahres ach des Jahrzehnts. Und er schrammelt auf der Luftgitarre. Er wütet durchs Zimmer. Er vergisst, dass es Nachbarn gibt, die diese Platte nicht besitzen.
Es sind diese Tage, in denen er dieses Album nicht hört, weil er keine Zeit hat und weiß, dass diese Musik ja auch nicht so einfach ist. Aber für Minor Crash reicht es immer und der Song funktioniert auch immer. Bei den folgenden Songs lässt die Aufmerksamkeit nach. Er schiebt das auf die Umstände. Per Mail informiert er bereits Freunde über seine Entdeckung. „Musst du dir anhören“, schreibt er.
Es sind diese Minuten, in denen ihm klar wird, dass er sicht getäuscht hat. Als er endlich Zeit findet, versteht er, warum die Aufmerksamkeit nach dem ersten Song nachlässt und der Grund ist viel zu einfach: Danach lohnt sich Aufmerksamkeit kaum noch. Mit den Dänen von Mob ist das so: Sie schreiben keine großen Melodien wie Mogwai und zur Dramatik eines Kollektivs wie Godspeed You Black Emperor! sind sie auch nicht fähig. Also setzt die Band auf Wucht, auf Dezibel und ein bisschen auf eine Stimme, die Emo sein könnte. Das klappt im ersten Song und geht dann in Serie daneben (Fast Lane To Nothing, Slide In) und wenn Mob dann das Tempo verschleppen, geht gar nichts mehr (Closer, Siren). Nur zweimal horcht er noch auf. Pop erinnert an die frühen Placebo und As You Pass beweist, dass Lautstärke funktionieren kann. Aber das interessiert ihn nicht mehr, denn die Band hatte ihm mit Minor Crash mehr versprochen. Er hätte es von Anfang an wissen müssen.
Fazit: Nach Minor Crash kommt das, was sicher nicht gegen Kopfschmerzen hilft. Mob eröffnen auf We All Repeat The Past groß und gehen dann in dem Gelärme ihrer eigenen Ideenlosigkeit unter.
Sebastian Dalkowski
Kommentare
| Akula schrieb am 13.02.2008 um 10:34 Uhr: |
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Dämlicher Vergleich mit Mogwai und Godspeed, zumal die Band weniger reinen Postrock spielt, als der Rezensent denken mag. Musik muss nicht immer allzuruhig klingen. Von der Warte aus, darfs natürlich auch mal lauter werden — sind ja schließlich nicht die Einzigsten im Post-Genre — und das hat Mob für mich sehr gut umgesetzt.
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| Sanguinary schrieb am 13.11.2006 um 17:39 Uhr: |
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Unsinn!
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| steve schrieb am 11.05.2006 um 20:29 Uhr: |
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stimmt!
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