 Wo Menschen zusammen lachen.
| Band |
Maritime |
| Album |
We, The Vehicles |
| Plattenfirma |
Grand Hotel van Cleef |
| Bewertung |
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Dr. Sommer öffnet den letzten Brief für heute:
Lieber Dr. Sommer,
ich habe ein großes Problem. Alle Jungen in meiner Klasse haben eine Freundin, nur ich nicht. Die Mädchen mögen mich zwar, aber sie sehen mich nur als kleinen Bruder. Das finde ich doof. Was soll ich nur machen? Mir einen Bart wachsen lassen? Ins Fitnessstudio gehen? Bitte hilf mir.
Verzweifelte Grüße Peter
Dr. Sommer legt eine CD ein und antwortet:
Lieber Peter,
halt einfach mal deine Fresse! So Streußelbrötchen wie du schreiben mir schon seit einem halben Jahrhundert, jetzt muss mal Schluss sein. Ich höre gerade We, The Vehicles, das neue Album von Maritime, aber das kennst du wahrscheinlich nicht, weil du deinen Kummer in Coldplay ertränkst. Martime sagen nämlich „Ja“ zu diesem Ding namens Euphorie, zum Ameisenhaufen im Bauch. Du musst dir mal den ersten Song anhören, Calm, leicht aufgeraute Frühlingsgefühle mit einem verschrammelten Finale und dieses beschwingte Parade Of Punk Rock T-Shirts (groovt das etwa?) und in Young Alumni beweisen die drei, dass sie auch laut können, wo ihr Debüt Glass Floor nach starkem Beginn so lahm war wie deine Anmachsprüche. Bei German Engineering würdest sogar du anfangen zu tanzen, auch wenn das ziemlich scheiße aussehen würde. Wo diese Kerle all diese britischen Melodien her haben, die einen an der Hand nehmen und an Orte führen, die grün sind oder wo Menschen zusammen lachen oder wo… ach lass mich doch in Ruhe mit deinem Selbstmitleid. Klar, diese Platte hat auch wieder bescheidene Momente (Tearing Up The Oxygen), aber auch so viele schöne, dass ich mir die von dir nicht versauen lasse. Also, kauf dir ein Pornomagazin, trink dein Clearasil auf Ex, aber bitte verschone mich in Zukunft mit deinen Problemen. Die Frau, die dich liebt, muss erst noch erfunden werden.
Viele Grüße Dr. Sommer
Fazit: Glass Floor war ein dösender Sonntagnachmittag. We, The Vehicles ist der erwachende Sonntagmorgen.
Sebastian Dalkowski
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