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Kate Nash - Made Of Bricks

Happy In Her Own World.

Band Kate Nash
Album Made Of Bricks
Plattenfirma Universal
Bewertung 7 von 9 Punkten

Endlich. Nachdem Kate Nash bereits mit Foundations den heimlichen Sommerhit des Jahres verbuchen konnte, kommt im Herbst endlich das sehnsüchtig erwartete Debütalbum der britischen Pop-Sensation in die deutschen Plattenläden. Dort werden findige Musikkritiker die 20-jährige Sängerin mit der markanten Aussprache flugs zwischen Lily Allen und Regina Spektor einsortieren und hoffentlich nicht so bald wieder vergessen. Denn mit so schlagfertigen Zeilen wie „You said, I must eat so many lemons, 'cause I am so bitter / I said I'd be rather with your friends, mate / cause they are much fitter!“ hat vor der jungen Londonerin noch niemand auseinander gelebte Beziehungen auf derart euphorische und zugleich herzzerreißende Art besungen. Allein mit welcher Wucht Nash ihrem imaginären Ex am Ende von Foundations das Wort „sick“ vor die Füße spuckt ist ein wahrer Hörgenuss — genauso übrigens, wie ihre unnachahmlich Art zu singen. Bye bye Indie-Lethargie und willkommen im quietschbunten Paralleluniversum der wunderbaren Kate Nash, die in sämtlichen Medien bereits als Lily Allen 2.0 gefeiert wird und mit ihrem Debüt in England sofort an die Spitze der Charts schoss.

Dort reiht sich das MySpace-Wunder nahtlos in die Riege, der im UK zurzeit ungemein erfolgreichen outspoken female Popstars ein, die mit cleveren Texten frischen Wind in die lange Zeit von lads with guitars dominierten Charts bringen. Wie ihre Mitstreiterinnen verfügt auch Nash über ein loses Mundwerk, eine vortreffliche Beobachtungsgabe und ein Händchen für zuckersüße Melodien. Made Of Bricks ist ein hinreißender Mix aus erfrischender Alltagsprosa (wie in Foundations) und cleverem Storytelling (Birds) geworden. Im breitesten Cockney-Slang erzählt Nash ihre anrührenden Geschichten von Mädchen, die sich ihre Lippen mit Prittstift versiegeln (Mariella) oder von Zwiegesprächen mit einem befreundeten Skelett (Skeleton Song). Zur Hochform läuft Kate jedoch immer dann auf, wenn sie schonungslos über Herzensangelegenheiten, sprich: über Jungs, singt. Was sie sehr oft — okay — eigentlich immer, tut. Sei es mal abfällig in Dickhead oder einfühlsam wie in The Nicest Thing. Schade nur, dass die aalglatte Produktion (danke Paul Epworth!) so manchem Song den ursprünglichen Charme geraubt hat. We Get On wusste als Demo nur mit Pianobegleitung deutlich mehr zu gefallen, als die aufgeblasene Albumversion. So klingt die Stelle, an der Kate Nash davon singt, samstagabends allein zuhause CSI zu gucken leider nur noch halb so traurig.

Fazit: Kaum zu glauben, dass Kate Nash vor zwei Jahren noch Schauspielerin werden wollte und wir Made Of Bricks nur einem gebrochenen Bein zu verdanken haben.

Katja Peglow

Tourdates

Hamburg, 1. Dezember (Grünspan)
Berlin, 3. Dezember (Frannz)
München, 5. Dezember (Atomic Cafe)
Köln, 6. Dezember (Prime Club)




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