 Give me the glitter ball!
| Band |
I Am Kloot |
| Ort |
Szene, Wien |
| Datum |
23.03.2008 |
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An der Eingangstür hängt ein Zettel mit der vielversprechenden Aufschrift „Ausverkauft!“ Die Szene Wien ist voll. Trotzdem gibt es kein Gedränge, hier ist genug Platz für die vielen Fans und ihre Vorfreude. Große Erwartungen und eine sich langsam drehende Diskokugel hängen im Raum.
Und dann kommen sie auch schon auf die Bühne gestürmt: die drei I Am Kloot-Männer John Bramwell, Peter Jobson und Andy Hargreaves, und zwei weitere Musiker. Ohne weitere Umschweife beginnen sie mit dem ersten Stück. Bramwells Stimme ist erkältungsbedingt ein bisschen angeschlagen, aber der Sound der Band macht das schnell wett.
I Am Kloot geben an diesem Abend das erste Konzert ihrer mehrwöchigen Tour und man hört ihnen an, dass sie lange darauf hingefiebert haben, wieder live zu spielen. Interaktion zwischen den Musikern auf der visuellen und verbalen Ebene gibt es allerdings kaum. Der Sänger, immer mit einem Bein auf der Monitorbox als Ersatz für einen Gitarrengurt und der Bassist, sitzend und völlig verdeckt von seinem Haupthaar, nehmen den vorderen Bühnenraum ein, alle anderen bleiben im Hintergrund. Das Licht ist verhalten und effektlos, nur bei einem Stück darf auf ausdrücklichen Wunsch von John Bramwell die Diskokugel mitmachen: „I want the glitter ball! Please, give me the glitter ball!“
Auch das Konzept der Ansagen ist einfach, aber nicht ohne einen gewissen Unterhaltungswert. Es besteht nur aus zwei Sätzen: „This is a new song“ und „This is an old song“. Damit werden fast alle Stücke angekündigt und bei jedem Mal bringt es die Menschen mehr zum Lachen. Der Satz „This is a new song“ kommt ein wenig öfter vor, doch die Klassiker „To you“, „From your favourite sky“ & Co fehlen natürlich nicht. Die neuen Lieder verlocken zum Tanzen, die Live-Band groovt und Bramwell singt voll Hingabe. Besonders das bezaubernd schwebende „Proof“ im Zugabenblock geht unter die Haut und bleibt im Ohr.
Viel zu schnell ist das Konzert zu Ende, doch die Menschen sind glücklich. Auf Anweisung der Crew strömen sie hinaus zu Small Talk und Autogrammen beim Merchandise-Stand. Die Halle muss hier immer schnell geräumt werden. Nur die Diskokugel darf bleiben.
Katharina Litschauer
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