 Warum du nichts dafür kannst.
| Band |
Home Of The Lame |
| Album |
Here, Of All Places |
| Plattenfirma |
Grand Hotel van Cleef |
| Bewertung |
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Du denkst: Eigentlich müsstest du dich in dieses Mädchen verlieben. Ihr Gesicht ist hübsch. Sie trägt die Haare, wie du es magst. Ihr Lächeln ist unwiderstehlich und du weißt, dass alle Jungs aus deiner Klasse auf sie stehen. Aber irgendwas fehlt dir.
Du denkst: Eigentlich müsstest du dich in dieses Album verlieben. Here, Of All Places von Home Of The Lame. Der Kerl, Felix Gebhard, kommt aus Schweden, wie seine Band. Und wie jeder Schwede, der nicht in engen Jeans auftritt, hat er sich auf Melancholie festgelegt. Es gibt Akustikgitarren, Tasteninstrumente und Texte über den Dramenproduzenten namens Liebe und das Schon-wieder-Aufrappeln. Du magst es, wenn Musik so klingt wie die Einsicht, dass nur die stillen Momente die echten sind. Und doch verstehst du nicht, warum andere zur Musik von Home Of The Lame verträumt aus dem Fenstern in den Herbst gucken. Du guckst nur aufs Display des CD-Players. Was, erst das dritte Lied?
Du überlegst: Braucht dieses Album vielleicht das passende Umfeld? Du versuchst es mit Kerzen und heißem Kakao und Bildern von Frauen im Kopf, die dir für immer das Herz gebrochen haben. Doch du fühlst einfach nichts und du weißt, dass sich das nie ändern wird. Manchmal dann, für kurze Momente, schöpfst du wieder Hoffnung. Plötzlich fallen dir Melodien auf, Passagen, die deiner Vorstellung von Musik sehr nahe kommen (Mirror Mirror, Rub Your Eyes). Aber wenige Augenblicke später ist dir die zarte Begeisterung schon wieder rätselhaft. Da passiert einfach gar nichts, da reihen sich nur Töne aneinander, die sich nicht kennen.
Du resignierst: Es können nicht alle Schweden mit Holzgitarren Rührung bei dir hervorrufen. So ist das eben. Was dich letztlich in einem Song umhaut, wirst du nie herausfinden. Wann du dich verliebst, entscheidet immer ein anderer.
Fazit: Kaum Melodien, kaum große Momente. Nein, auch mehrere Anläufe können nicht verhindern, dass Here, Of All Places zum Symbol absoluter Belanglosigkeit wird. Die stillen Momenten sind einfach nur still, und sie verbergen nichts.
Sebastian Dalkowski
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| Paul schrieb am 15.12.2005 um 08:36 Uhr: |
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Hi,
muß mal kurz klugscheißen: Er ist kein Schwede, sondern deutscher, den es aus welchen Gründen auch immer nach Malmö verschlageh hat. Mittlerweile lebt er aber wohl wieder in HH, hat ja auch Hansen Band am Start usw.
Gruß
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