 Melancholie 2.0.
| Band |
Fuzzman |
| Album |
Fuzzman |
| Plattenfirma |
Wohnzimmer Records |
| Bewertung |
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Ein guter Witz geht so: Eine ungewöhnliche Leichtigkeit umweht das Album von Fuzzman. Sagt die Platteninfo. Stimmt so nicht. Wie soll das auch jemand wie Herwig Zamernik schaffen, der sonst Bassist bei Naked Lunch ist? Eine Band, der nicht gerade die Erfindung der Zuversicht zugeschrieben wird. Sicher, Songs wie Fuzzman In The House und Still The Same klingen nach guter Laune. Sonst aber ist das selbstbetitelte Debüt von Fuzzman das: Schwermut plus schwere Gitarren plus Elektronik plus Bläser. Das klingt dann manchmal wie The Notwist (Go Home), wie Sophia (Later On) oder wie Blackmail (No Need). Am besten ist Zamernik, wenn er leise beginnt und laut aufhört (Morning Show, U-Turn), „treibend“ durfte man früher darüber schreiben.
Das läuft dann alles darauf hinaus: Ein Kandidat für die Platten, die man am besten alleine hört, weil selbst im Krach die Melancholie durchschlägt. Und dabei entweder aus dem Fenster in den Regen gucken oder alleine mit dem Auto über eine Landstraße fahren. Und auch, wenn man sich so um Lied 14 fragt, wann die Platte eigentlich endet, freut man sich über jeden Song, der da noch kommt. Weil er einen noch mal auf den Boden drückt oder kräftig durchschüttelt. Nur am Ende erlaubt sich Fuzzman einen Spaß (Lack Of Song). Ganz deutlich. Fast ein Witz.
Fazit: Die Eckpunkte sind The Notwist und Naked Lunch, melancholisch Elektronik und melancholischer Lärm, das Ziel ist Melancholie 2.0. Haut sogar hin beim Fuzzman.
Sebastian Dalkowski
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