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5 Fragen zu: Alternativer Energie. Die Alternative

5 Fragen zu: Alternativer Energie.

Sind Windräder wirklich Vogelmörder?

Aus der Serie Fünf Fragen zu...:

Ist alternative Energie teuer?

Momentan fließen zirka drei Prozent der Stromkosten eines Privathaushaltes in alternative Energie. Die Erzeugung von Kohle- und Atomstrom wird großteils von Steuern finanziert. Konventionelle Stromanbieter können den vergleichsweise günstigen Strom nicht ewig anbieten: Die Kosten für Öl, Kohle und Gas steigen kontinuierlich, und alte Kraftwerke müssen bald für viel Geld ersetzt werden. Im Gegensatz dazu sinken die Preise für alternative Energie: Windenergie und Wasserkraft werden in zirka zehn Jahren günstiger sein als fossile Energieträger. Sogar die momentan kostenaufwendigste Alternative Solarenergie wird zunehmend leistungseffizienter und billiger.
Private Stromanbieter, die ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien anbieten, können inzwischen mit den Preisen der konventionellen Firmen mithalten. Derzeit zahlen wir noch mehr Geld für alternative Energie als für herkömmlichen Strom. Wir zahlen aber auch mit unseren Steuern die hohen Kosten für Umwelt- und Klimaschäden. Und wir zahlen mit Lebensqualität und unserer Gesundheit für die finanziell (noch) günstige Energie.

Sind Windräder wirklich Vogelmörder?

Vogelschützer klagen an: 8000 Vögel sterben in Deutschland jährlich durch Windräder.
Vogelkundler relativieren die Zahl: Fünf bis zehn Millionen Vögel sterben jährlich durch Autoverkehr, Strommasten, Glaswände, etc.
Vogelschützer klagen an: Einige Vogelarten sind durch Windkraftanlagen gefährdet.
Vogelkundler haben in Studien herausgefunden: Diese Arten sind eine Minderheit, die bei der Standortwahl der Windparks berücksichtigt werden muss. Fast alle Arten, die in Gebieten mit Windkraftanlagen leben, werden von den Maschinen sehr gering oder gar nicht beeinflußt. In Naturschutzgebieten dürfen keine Windkraftanlagen aufgestellt werden.
Umweltexperten schließen daraus: Die Nutzung von erneuerbaren Energien trägt beträchtlich zum Klimaschutz und zur Verminderung von Schadstoffen bei und sichert so den Fortbestand der Arten in einem Maß, welches das der Gefährdung einzelner Tiere durch Windräder bei weitem übertrifft.

Warum stellt man nicht einfach Solarzellen in die Wüste?

Teilweise gibt es in Wüstenregionen Solarzellen, die allerdings nur anliegende Siedlungen versorgen. Der Export von Solarenergie nach Europa, zum Beispiel mit Wasserstoff als Energieträger, ist allerdings nicht wirtschaftlich. Eine Alternative ist die Erzeugung von Strom durch Solarthermik: Gebündelte Sonnenstrahlen erhitzen Wasser und erzeugen so Dampf, der eine Turbine antreibt. Dabei entsteht Bewegungsenergie, die in einem Generator in elektrische Energie umgewandelt wird.

Wo liegt der größte Windpark der EU?

Der größte Windpark der EU liegt bei Paderborn. Er umfasst 65 Windräder und produziert 105 Megawatt. Allein in der Windkraft arbeiten in Deutschland 35.000 Menschen. Bis 2020 könnte laut einer Prognose von Prognos die Anzahl der Arbeiter im Bereich „Erneuerbare Energien“ auf 300.000 steigen.

Was ist die weltweit am meisten genutzte erneuerbare Energie?

Wasserkraft und Biomasse. In der EU macht es insgesamt 20 Prozent der erneuerbaren Energie aus und im EEG (Gesetz für erneuerbare Energien) ist festgeschrieben, dass Deutschland bis 2010 12,5 Prozent des Primärenergiebedarfs aus erneuerbaren Energien gewinnen muss.


Links:

Kerstin Petermann, Katharina Litschauer


Kommentare



michi schrieb am 04.06.2007 um 17:30 Uhr:

Die Gefährdung von Vögeln durch Windkraft ist inzwischen ziemlich wiederlegt. Sie zum Beispiel auch hier: http://www.heise.de/85729

Ist ja auch logisch — wen die Vögel sich nur so schlecht anpassen könnten, dann währen sie doch son längst ausgestorben. Schließlich gibt es ja in der Natur immer schon Hindernisse.

Michi

eMail: michael4@schoenitzer.de | Homepage: www.schoenitzer.de

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