 Urlaubsverlängerung auf CD.
| Band |
Esteban's |
| Album |
Serenity |
| Plattenfirma |
schoenwetter schallplatten |
| Bewertung |
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Dein Urlaub ist zu Ende und du willst noch nicht zurück in den Alltag? Es gibt Abhilfe in Form einer silbernen Scheibe: Ab mit Esteban's „Serenity“ in deinen Player und schon schaukelst du wieder auf der Luftmatratze in den Wellen (Just golden wings), braust im Cabrio über die Küstenstrasse (This hollow town), chillst mit einem Drink im Schatten (Mumbo Jumbo), tanzt in den Sonnenuntergang (Prime Employee) und verliebst dich noch mal in den schönen Dunkelhaarigen, dessen Lächeln dich nachts nicht schlafen lässt (Wonderland Blues). Und das beste: Das funktioniert auch, wenn du gar nicht auf Urlaub warst.
Esteban's ist das Soloprojekt von Christoph Jarmer, dem Gitarristen der österreichischen Indie-Kapelle garish. Ein Debut also, aber kein Neuling in der Szene. Jarmer hatte dem Album eine musikalischen Gruß vorausgeschickt, eine Postkarte von der Serenity-Insel sozusagen, um Vorfreude zu schüren. Der Titelsong der 7-Jahre-ink-Jubiläums-Compilation „Because we are your friends“ war ein freundliches tanzbares Akustikgitarrenstück mit Ohrwurmpotential; unaufdringlich, ein bisschen verspielt und mit vertrauenserweckender Offenheit kam es an und versprach: „You'll never be alone again“.
„Serenity“ setzt genau da an. Die selbe schwerelose relaxete Grundstimmung ist vorherrschend auf den sehr unterschiedlichen elf Liedern, deren stilistische Vielfalt der größte Pluspunkt des Albums ist: hier ein tänzelndes Banjo, da eine verträumte Klaviermelodie, dort ein Balkanpop-Grove im 5/4-Takt, hier ein singalong-Popsong. The whitest boy alive könnten genau so Inspiration gewesen sein wie Shantel, oder die charmante Wiener Band kes, und ein bisschen hört man auch den Einfluss von garish.
Das österreichische Musikjahr 2008 ist ein gutes, „Serenity“ ist einer der vielen Gründe dafür.
Fazit: Spätsommerliche Gelassenheit, die nicht ins belanglose abgleitet, sondern wie ein kleines Boot an der Wasseroberfläche schaukelt und den Blick in die Tiefe des Wassers und in die schwebenden Wolken zulässt.
Katharina Litschauer
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