 Buddeln. Buddeln. Gold.
| Band |
Die Sterne |
| Album |
Räuber und Gedärm |
| Plattenfirma |
V2 Records/Rough Trade |
| Bewertung |
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In V wie Vendetta heißt es: Eine Revolution ohne Tanz ist keine Revolution. Und falls das stimmen würde, wären Die Sterne in spätestens fünf Jahren die meistgehörteste Band dieses noch 82-Millionen-Einwohner-Landes. Ein achtes Album. Eins, das nicht überraschen muss. Weil es weiterhin die größte Stärke der Hamburger ist, ihre Unverkrampftheit zu bewahren. Kein Aufbrechen in neue Gefilde, kein zwanghaftes Brechen mit der Vergangenheit, kein Erwachsenwerdenmüssen, weil Die Sterne das von Anfang an waren. Auf eine swingende, unbekümmernde, gedankenfreisetzende und letztlich auch einzigartige Weise. Niemand außer Frank Spilker kann Sachen wie „Viele Sachen sind viel zu teuer / und kosten sag wir einfach mal / zehn“ singen. Wirklich niemand.
Einerseits. Anderseits. Fehlt auf Räuber und Gedärm der eine Übersong, der alles klar macht. Kein In diesem Sinn, kein Wahr ist. Wenn ich realistisch bin in seiner treibenden Aufzählung von Unmöglichkeiten („nur noch gute Musik“) ist nah dran, auch das kluge Am Pol der Macht. Der Tunnel wäre musikalisch ein sicherer Kandidat, wenn er sich nicht textlich (aber gelungen) an einem Rätsel versuchen würde. Jeder Song eine Idee und dieser Idee wird alles untergeordnet. Die Einheit von Inhalt und Form als Konzept. Billig und Es gibt nichts spannenderes dürfen zu dieser Behauptung diskutiert werden.
Das Konzept läuft. Manchmal in den ersten Hörgängen um ein paar Ecken, ein paar undefinierte „Es“, ein paar Kalauer zu viel. Doch weil ohne Vertrauen kein achtes Album möglich gewesen wäre, wandeln sich die Kalauer beim dritten Hören in Wortspiele, aus denen sich beim fünften Durchlauf Assoziationen ergeben, um schließlich am Ende natürlich wieder als die klugen Statements zur Jetztzeit mitgesungen und mitgedacht zu werden, als die sie von Anfang an gedacht waren.
Fazit: Die Sterne könnten Fips Asmussen covern und es wäre immer noch interessant. Räuber und Gedärm sowieso.
Stefan Petermann Tourdates
- 04. 2006 D-Hamburg Uebel & Gefährlich mit Gustav
- 04. 2006 D-Lingen Alter Schlachthof mit Gustav
- 04. 2006 D-Bielefeld Forum mit Gustav
- 04. 2006 D-Düsseldorf Zak mit Gustav
- 04. 2006 D-Köln Stollwerck mit Gustav
- 04. 2006 D-Frankfurt a.M. Mousonturm mit Gustav
- 04. 2006 D-Schorndorf Manufaktur mit Boy Group
- 04. 2006 CH-Zürich Abart mit Boy Group
- 04. 2006 D-Konstanz Kulturladen mit Boy Group
- 04. 2006 A-Dornbirn Conrad Sohm mit Boy Group
- 05. 2006 D-München Ampere mit Boy Group
- 05. 2006 A-Innsbruck Treibsand mit Boy Group
- 05. 2006 A-Graz PPC mit Boy Group
- 05. 2006 A-Wien Arena mit Boy Group
- 05. 2006 D-Regensburg Kulturspeicher mit Gustav
- 05. 2006 D-Erlangen E-Werk mit Gustav
- 05. 2006 D-Dresden Star Club mit Gustav
- 05. 2006 D-Leipzig Conne Island mit Gustav
- 05. 2006 D-Berlin Postbahnhof mit Gustav
- 05. 2006 D-Magdeburg Dominion Club mit NMFarner
- 05. 2006 D-Bremen Lagerhaus mit NMFarner
- 05. 2006 D-Hannover Musikzentrum mit NMFarner
- 05. 2006 D-Essen JZE
- 05. 2006 D-Püttlingen-Köllerbach (Saarland) Rocko del Schlacko
- 06. 2006 A-Linz Linzfest (FM4 Bühne)
- 07. 2006 D-Augsburg
Kommentare
| Wühlmaus01 schrieb am 06.03.2007 um 18:56 Uhr: |
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| volker schrieb am 20.03.2006 um 11:54 Uhr: |
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schöne rezension! stimmt genau. hahaha: buddeln, buddeln, gold. :)
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