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Interview mit David Edwards und David Cromwell (Medialens) Die Alternative

„Wir hassen es, Leute zu kritisieren.“

Es ist etwa faul mit den Medien, stellten die Briten David Edwards und David Cromwell fest und schrieben ein Buch darüber: Guardians Of Power. In ihm untersuchen die beiden vor allem die liberalen britischen Medien. Dabei konnten sie auf die Erkenntnisse zurückgreifen, die sie mit ihrer Webseite Medialens gewonnen hatten. Regelmäßig veröffentlichen sie dort ihre Media Alerts, die auf Missstände in der Berichterstattung der großen Medien aufmerksam machen. JUSTmag erzählen sie, warum es gefährlich ist, die ungeliebte Wahrheit zu vertreten, und was man gegen die einseitige Berichterstattung machen kann.

Guardians Of Power ist ein Buch über die tendenziöse Berichterstattung in den liberalen britischen Medien. Könnten Sie ein paar kurze Beispiele für unsere Leser geben?

Eigentlich, obwohl wir uns auf die britischen liberalen Medien konzentrieren, beziehen wir auch Beispiele von anderswo ein, vor allem die Vereinigten Staaten.

In den Hauptnachrichten der BBC berichtete Nicholas Witchell über ein Video, das zeigte, wie britische Truppen eine Gruppe von jungen Irakern schlugen. Das war unglücklich, beobachtete Witchell, weil ausländische Truppen im Irak in einer „wichtigen friedensbewahrenden Rolle“ da sind. Witchell wäre natürlich von der Auffassung geschockt gewesen, dass die sowjetischen Truppen, die in den 1980ern in Afghanistan einmarschierten, in einer „wichtigen friedensbewahrenden Rolle“ da gewesen seien.

Der Korrespondent der BBC in Washington, Matt Frei, sagte 2003: „Es gibt keinen Zweifel, dass das Verlangen der Amerikaner gute, amerikanische Werte zum Rest der Welt zu bringen und vor allem jetzt in den Mittleren Osten … nun zunehmend mit militärischer Macht verbunden ist.“ Stellen Sie sich vor, Frei hätte direkt nach dem 11. September über bin Laden gesagt: "Es gibt keinen Zweifel, dass bin Laden Verlangen gute, spirituelle Werte zum Rest der Welt zu bringen… nun zunehmend mit militärischer Macht verbunden ist.

Wir könnten unendlich viele Beispiele zitieren.

Haben Sie nicht einfach die schlimmsten Beispiele für Ihr Buch herausgesucht?

Unsere Beispiele geben ein grundlegendes Muster wieder, nämlich der systematische Kompromiss und die Unfähigkeit der Medien über die Themen zu berichten, die heute wichtig sind. Die Leute wissen, dass die Boulevardpresse (Sun, Express) und die rechtskonservative 'Qualitätspresse' (Telegraph, Times) Teil des Establishments sind oder ihre Ziele unterstützen. Unsere Beispiele wollen zeigen, wie sogar die 'besten' Medien — die liberalen Medien (BBC, Guardian, Independent, Channel 4 News) — durchweg den Interessen von Staat und Wirtschaft zugeneigt sind. Also sind das nicht die schlimmsten Beispiele — sie sind schlimmer in der rechtskonservativen Presse — aber wir denken, dass sie am wichtigsten sind. Warum? Weil viele engagierte, intelligente Menschen — die Leute, von denen man erwarten könnte, dass sie eine Veränderung wollen — glauben, dass die besseren Medien ziemlich offen, ehrlich und fair in ihrer Berichterstattung sind. Aber in der Tat spielen diese Medien das Ausmaß von Verbrechen der USA und Großbritanniens gegen die Menschheit herunter, zum Beispiel im Irak. Sie spielen herunter, was Staatskapitalismus der Umwelt antut. Sie produzieren endlose Konsumpropaganda und beruhigende Nachrichten, die die Leute ermutigen, sich von den Gedanken abzuwenden, die Welt radikal zu verändern, und den Status Quo zu akzeptieren. Die 'liberalen' Medien sind auf viele Arten wie ein trojanisches Pferd — sie pflanzen Propaganda in unsere Gehirne und Herzen und wir fangen an zu glauben, dass es genau das ist, was wir glauben, weil die Welt nun mal so ist. Wir sagen den Leuten: „Eure akzeptierten Vorstellungen über die Welt sind von einem elitären System geformt worden, das von eurer Passivität und Konformität profitiert.“

Haben Sie Reaktionen zu dem Buch von den kritisierten Medien erhalten?

Das Buch ist seit Anfang Januar erhältlich und ist bisher von den nationalen Zeitungen des Mainstream nicht erwähnt, schon gar nicht rezensiert worden. Einige kompetente Schreiber haben sich an den Independent gewandt, der als einer der liberalsten und ehrlichsten Zeitungen gilt — und ihnen wurde gesagt: „Diesmal nicht, danke.“ Der Literaturredakteur hat uns anschließend gesagt, er habe nicht vor, das Buch zu rezensieren.

Sie sagen in Ihrem Buch, dass Sie keinen Vorschlag machen müssen, das Mediensystem zu verbessern, weil eine Person, die ein Feuer meldet, es auch nicht löschen muss. Aber falls keine andere Person das Feuer sieht?

Was wir gesagt haben, ist, dass eine Person, die die Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Problem lenkt, nicht notwendig dazu verpflichtet ist, eine Lösung für das Problem zu liefern. Die Aufmerksamkeit auf ein ernstes Problem zu lenken, ist eine sehr wertvolle Aufgabe. Falls keine andere Person das Feuer sieht, dann ist das erst Recht ein Grund zu bekräftigen, dass es wirklich ein Feuer gibt, dass es wirklich ein Problem gibt.

Natürlich sind wir sehr daran interessiert, das Mediensystem zu verbessern. Jeder Media Alert, den wir schicken, soll zwei Effekte haben: 1. Marginale Verbesserungen in der Leistung von Journalisten des Mainstreams verbreiten als ein Ergebnis von Beschwerden und Druck unserer Leser, und noch wichtiger 2. das Bewusstsein in der Öffentlichkeit stärken für die systematischen Probleme, die einer unternehmerischen freien Presse innewohnen. Die Hoffnung ist, dass dieses Bewusstsein Teil der Tagesordnung politischer Bewegungen wird, und sogar für politische Parteien, die für eine demokratischere und engagiertere Gesellschaft arbeiten.

Warum handeln die Medien des Mainstream, wie sie es jetzt tun? Könnten Sie in einigen Worten ihre Medientheorie erklären?

Theorie ist etwas übertrieben; wir reden hier nicht über harte Wissenschaften. Es ist kein spezielles Training nötig, um zu verstehen, dass die Massenmedien handeln, wie man es von jeder Aktiengesellschaft erwarten würde: Sie stützen ihre eigenen selbstsüchtigen, profitorientierten Interessen. Edward Herman und Noam Chomsky argumentieren und zeigen anhand von Beispielen in ihrem Klassiker Manufacturing Consent, dass das Handeln der Medien größtenteils das natürliche Ergebnis der Marktkräfte sind. Das kann alles beschrieben werden durch das, was sie ein Propagandamodell für die Medien genannt haben. Das Modell umfasst fünf ineinander greifende Nachrichtenfilter, die bestimmen, welche Neuigkeiten gedruckt werden können. Kurz gesagt sind diese fünf Filter: Besitzverhältnisse, Werbung, Nachrichtenquellen, Feindbild und antikommunistische Ideologie. All diese Filter verweisen wesentlich auf die Maschinerie von Staats- und Wirtschaftsmacht. Heutzutage, mit dem Zusammenbruch des alten kommunistischen „Empires“ in den späten 80ern, wurde der letzte Filter durch den „War on Terror“-Filter ersetzt: Die zugrunde liegende Annahme, dass westliche Regierungen gütige Kräfte sind, die den „guten Kampf“ gegen die steigende Flut von weltweitem islamischen Terror kämpfen.

Die Idee ist, dass diese Filter dazu neigen sicherzustellen, dass Journalisten zum Beispiel nur sehr zögerlich Unternehmen kritisieren, die in ihren Zeitungen Anzeigen schalten. Typischerweise machen Anzeigenkunden 75 Prozent der Einnahmen einer Zeitung aus, diese Werbung ist wesentlich für das Überleben der Zeitung. Das ist nur ein Beispiel.

Können die Fehlleistungen der Journalisten nicht auch mit anderen, nicht-systematischen Gründen zu tun haben? Vielleicht der Ehrgeiz eines Journalisten, seine Unfähigkeit…

Ja, und die Medien sind kein fester Block — ehrliche Journalisten können bedeutende Erfolge erreichen, Fenstern können sich öffnen, damit ehrliches Material durchkommt. Aber diese anderen Faktoren sind unter dem konstanten Druck vom allumfassenden Rahmen. Alle, die durchweg versuchen, gegen den Strom zu schwimmen, können Erfolg haben, vielleicht für eine Weile. Aber allgemein gesprochen werden sie scheitern, Einfluss in einer Medienorganisation zu erreichen, sie werden kritisiert oder attackiert werden, werden in der Gunst sinken und vielleicht ihren Job verlieren. Eines der Dinge, die uns unschuldigere Journalisten erzählen, ist, dass „mir niemand erzählt, was ich schreiben soll.“ Das zeigt, wie weit sie vom Kern der Sache entfernt sind.

Glauben Sie, dass die schlechte Situation sich ändern könnte?

Es ist unmöglich, dass sich die Situation nicht ändert — alles ändert sich ständig. Zum Beispiel stehen wir am Abgrund zur Klimakatastrophe. Plötzlich beginnen sich Leute umzusehen, die nie über politische Fragen nachgedacht haben, die angenommen haben, dass es ihre Rolle war, bloß zu produzieren und zu konsumieren, und sie fragen: „Was geht da vor? Warum hören wir nicht mehr über die Gründe?“ Wenn also Medialens argumentiert, dass ein Grund ist, warum wir nicht mehr hören, dass das Mediensystem Teil der wirtschaftlichen Gründe des Problems ist, haben wir jetzt ein Publikum, dass zuhören will. Das ist etwas sehr neues.

In der Tat hat sich die Situation verändert. Die beispiellosen weltweiten Antikriegsproteste vor dem Irakkrieg 2003 wurden sicher angetrieben durch die internetbasierten Medien. Nichts in der Art hat es vorher gegeben. Leute sagen, dass diese Märsche den Krieg nicht gestoppt haben. Das ist wahr, aber sie haben die Beteiligung der Türkei und Spaniens gestoppt. Und sie schickten eine eindeutige Warnung an die betreffenden Mächte, was sicherlich einen Einfluss auf alle Pläne haben wird, die sie haben könnten, um einen ähnlichen Angriff in der Zukunft in Gang zu setzen.
Es gibt zunehmend Zeichen, dass der Medienaktivismus eine Wirkung hat. Wir haben ziemliche Aufregung beim Guardian und beim Independent geschaffen über ihre Heuchelei, etwas gegen den Klimawechsel zu tun, während sie hunderttausende Pfunds annahmen für Anzeigenerlöse von Fluglinien. Die Webseite des Guardian hat nun gut sichtbar Banner geschaltet, die den Leser anweisen: „Gleiche deine Verschmutzung aus, die durch Flugreisen entstehen.“

Was können Leser machen, um die Situation zu verändern?

Die Leser können Druck auf die etablierten Medien ausüben, um die Verzerrungen und Unterlassungen zu korrigieren. Das kann bedeutende positive Effekt haben — bis zu einem gewissen Punkt (wegen der Systemgrenzen, die wir in der Antwort zu Frage 5 anführen). Damit sich die Dinge wirklich ändern, braucht es eine breite Grassroots-Bewegung für soziale, politische, wirtschaftliche, umweltliche und sogar geistige Veränderung. Medienaktivismus müsste eine Rolle in solch einer Veränderung spielen. Aber ein wirklich ehrliches, rationales, menschliches Medium kann nicht in einem Vakuum existieren — es kann nur seine Wurzeln schlagen in einer Gesellschaft, in der gegenseitiger Respekt, Liebe und Mitgefühl wichtiger sind als heute.

Einige Tatsachen wie die, dass die Zahl der Kosovo-Flüchtlinge erst nach und nicht vor den NATO-Bombardements 1999 anstieg (und die Zahl der Flüchtlinge war ja für die NATO einer der Gründe, die Bombardements zu beginnen), sind so offensichtlich, und Sie zitieren ja sogar westliche Quellen, die das bestätigen. Aber trotzdem berichten die Medien nicht darüber. Warum?

Wir können keine endgültige Antwort geben. Medienprofis werden für ihre Fähigkeit ausgebildet und ausgewählt, sich den herrschenden Kreisen zu unterwerfen. Dann, wenn die unangenehmen Tatsachen ans Licht kommen, können diese an den Rand gedrängt oder ignoriert werden. Schließlich weiß der ausgebildete Profi einfach, sogar unbewusst, was er nicht diskutieren darf.

Die Medien beziehen sich stark auf sich selbst, vor allem, wenn sie sich an offiziellen Quellen orientieren. So behaupteten zum Beispiel Regierungsbeamte immer wieder, dass der Strom der Flüchtige aus dem Kosovo den Bombardements durch die NATO vorausging. Das wurde dann von den Medien als Tatsache dargestellt — zu berichten, was die Regierung behauptet wahr zu sein und was wirklich wahr ist, verschwimmt oft in der Berichterstattung — und wurde in der Folge von den anderen Medien als Tatsache dargestellt. Jeder sieht dieselbe Version von Ereignissen, niemand präsentiert eine herausfordernde Version und so kommt es dazu, dass die offizielle Version zur allgemeinen Meinung wird. An diesem Punkt wird es sehr schwierig, die etablierte Version anzuzweifeln, weil es so aussieht, als ob man aus den Angeln gehoben worden sei oder eigennützige Zwecke verfolge. Also kommt die Antwort zurück: „Jeder weiß, dass der Flüchtlingsstrom vor den Bombardements kam — worüber redest du? Und warum machst du das nun zum Thema? Was steckt dahinter?“ 'Offensichtliche' Wahrheiten herauszufordern, kann dafür sorgen, dass man leicht wie ein voreingenommener Journalist aussieht — das kann den Tod für eine Journalistenkarriere bedeuten.

Ich weiß, Ihnen ist es sehr ernst, wenn Sie die Medien kritisieren, aber mal ehrlich: Sie mögen es auch zu kritisieren oder nicht?

Eigentlich könnten Sie nicht falscher liegen — wir hassen es, Leute zu kritisieren. Wir wissen, wie unangenehm es sich anfühlt, kritisiert zu werden, wie beleidigend und schmerzhaft — wir wissen, dass es Journalisten wütend macht. Wir wissen, dass wir wahrscheinlich im Gegenzug harsche Kritik erhalten werden, sogar Beschimpfungen. Wir wissen, dass es extrem unerfreulich sein kann, große Zahlen, vielleicht sogar hunderte, von kritischen E-Mails zu bekommen. Wir wissen, dass Journalisten durchaus ihre nationale Medienplattform nutzen können, um unsere Namen durch den Schmutz zu ziehen — wie es beispielsweise wiederholt im Guardian passiert ist — und dass etwas vom Schmutz immer hängen bleibt. Nichts davon ist erfreulich. Aber die Wahrheit ist, dass es keinen Mechanismus gibt, der es der Öffentlichkeit ermöglicht, die Medien zur Verantwortung zu ziehen.

Wir achten immer darauf, keine persönlichen Attacken zu reiten: Unsere Konzentration liegt darauf, rational die Argumente und Annahmen von Chefredakteuren und Journalisten herauszufordern. Uns ist klar, dass solche Kritik den Kern der Sache dessen trifft, was es bedeutet, ein Medienprofi zu sein — es kann eine ziemliche Herausforderung für die Selbstvorstellung eines Journalisten sein, wenn sie einen unserer Media Alerts erhalten. Sie fühlen sich oft dazu gezwungen zu antworten, um ihre in ihren Augen hohen Standards und ihre Ehrlichkeit zu verteidigen. Das kann zu erhellenden Meinungsaustäuschen für die Leser führen.
Wir fühlen wirkliches Entsetzen angesichts der Folgen für das Leben von Menschen (und auch Tieren) — das ist es, was uns motiviert zu antworten. Zu schweigen würde bedeuten, ein Komplize zu sein. Wie der sowjetische Dichter Yevgeney Yevtushenko einmal bemerkte: „Die Wahrheit wird durch Schweigen ersetzt und das Schweigen ist eine Lüge.“

War die Situation immer so schlecht?

Das Wirtschaftsmonopol über die Massenmedien hat sich bedeutend verstärkt über die letzten 50 Jahre. Aber das moderne Problem begann mit der Industrialisierung der Presse zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Zufällig war das die Zeit, als die Vorstellung vom 'professionellen' Journalisten erfunden wurde. Die Idee war, dass Zeitungen ihre Journalisten in speziellen Schulen ausbilden würden — wie Anwälte und Ärzte — um sicherzustellen, dass sie objektive und neutrale Diener der Öffentlichkeit werden. Das war natürlich falsch — in Wirklichkeit waren sie Angestellte des big business. Der Betrug hält bis heute an. Die Industrialisierung der Presse bedeutet, dass es sich nur die sehr reichen Leute leisten konnten, erfolgreich eine nationale Zeitung zu gründen und zu leiten — kleinere radikale Publikationen wurden vom Markt verdrängt und konnten nicht mithalten, was Qualität oder Preis betraf. Das bedeutete eine dramatische Verringerung derer, die kontrollierten, was der Öffentlichkeit erzählt wurde. Wie oben diskutiert liefert das Internet eine echte Möglichkeit für eine billige, direkte Kommunikation, die dieses Monopol herausfordert.

Medienleute sagen, dass sie die Öffentlichkeit informieren wollen. Aber wenn sich die Öffentlichkeit über die Medien beschwert, beleidigen Journalisten sie, wie Sie in ihrem Buch zeigen. Warum?

Sie sagen, sie wollen die Öffentlichkeit informieren, aber eigentlich ist es ihr Job, ein wohlhabendes Publikum an Anzeigenkunden zu verkaufen — das ist die Wirklichkeit hinter den netten Worten. Wie alle Unternehmen sind Medienunternehmen nicht der Öffentlichkeit verantwortlich — sie sind den Anlegern verantwortlich. Und so wehren sie sich energisch gegen die Idee, dass die Öffentlichkeit denken soll, in ihre Geschäfte einzumischen. Als er über die Unterstützung seiner Zeitung für den Irakkrieg diskutierte, erklärte der Chefredakteur des Observer, Roger Alton, das Level der moralischen Verantwortlichkeit: „Falls andere Leute nicht zustimmen, ist mir das vollkommen egal. Ich meine, sie müssen die Zeitung nicht kaufen.“ Das ist die Einstellung — falls du die Zeitung nicht magst, kauf sie nicht. Aber was passiert, falls wir nicht mögen, was alle diese Zeitungen machen? Was machen wir dann? Die Antwort ist, dass wir diese Medien herausfordern, die Öffentlichkeit informieren und versuchen, Sachen zu verändern.

Kennen Sie Beispiele für gute Journalisten im Mainstream?

Ja, und wir erwähnen sie oft — John Pilger vom New Statesman und von ITV, Robert Fisk vom Independent, Paul Krugman und Bob Herbert von der New York Times machen beispielsweise gute Arbeit.

Könnten Sie ein paar Seiten für unsere Leser empfehlen?

Sebastian Dalkowski


Kommentare



Dennis O. schrieb am 24.04.2006 um 16:38 Uhr:

Ein absolut hervorragendes Interview, das hoffentlich einige Leser dazu inspiriert, sich mit der wertvollen Medienkritik der Interviewten und den darin behandelten Themen auseinanderzusetzen. Danke und weiter so!



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