 Unwiderstehlich außergewöhnlich.
| Band |
Camille |
| Album |
Live au Trianon |
| Plattenfirma |
Labels France/EMI |
| Bewertung |
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Über die Vor- und Nachteile von Livealben ist ja prinzipiell schon alles gesagt und geschrieben worden. Wir erinnern uns: Livealben sind langweilig und überflüssig und dienen abgehalfterten Rockstars in der Regel lediglich als willkommener Vorwand, um möglichst unauffällig in die Kreativpause überzuleiten und nebenbei noch die schnelle Mark einzustreichen. Warum sollte dies nun also ausgerechnet bei Camille anders sein? Vielleicht weil Camille vor allem live unschlagbar ist (was ja nun wirklich nicht jede Band von sich behaupten kann…) und sie genau die Portion Extravaganz und Präsenz auf der Bühne mit sich bringt, die sie überhaupt erst für eine Live-Aufnahme interessant macht, beziehungsweise sie dafür qualifiziert!
Denn wie formuliert die Platteninfo doch so treffend: „Doch was ist an Camille schon gewöhnlich?“ Camille live ist: Tanz und Aktion. Gelungene Improvisation. Eigenwillige Gesangsinterpretationen. Hunderte geloopte Handclaps, die das perkussive Fundament der Musik bilden. Energie pur. Human Beatbox. Spielerische Interaktion mit dem Publikum, das gut und gerne auch einmal als Sample herhalten muss. Camilles Live-Performance auf der Bühne verkörpert Spielfreude auf allerhöchstem musikalischem Niveau, für dass das schnöde Wort Pop-Konzert viel zu schade wäre. Aus diesem Grund darf Camille von mir aus jedes ihrer im letzten Jahr absolvierten 70 Konzerte demnächst als Doppelalbum veröffentlichen. Weil sie das Medium Konzert neu definiert hat und sogar den Kauf von Livealben rechtfertigt. Kurz: Sie ist die bestätigte Ausnahme unter den Regeln.
Fazit: Mit Camille machen sogar Livealben Spaß.
Katja Peglow Tourdates
08.05. Karlsruhe, Tollhaus 09.05. Jena, Stadtkirche St. Michael 10.05. Darmstadt, Centralstation 12.05. Hamburg, Fabrik 13.05. Berlin, Glashaus
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