 From Disco To Disco.
| Festival |
c/o pop 2007 |
| Ort |
Diverse Locations (Köln) |
| Datum |
15.08.2007 - 19.08.2007 |
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Urbane Festivals sind toll. Man spart sich lange Anfahrtswege in die Peripherie, die lästige Camperei entfällt und die Stadt verwandelt sich stattdessen in einen mit vielfältigen Events und Konzerten gespickten Jahrmarkt der Möglichkeiten. So wie die c/o pop, deren vierte Ausgabe an diesem verlängerten Wochenende über 30.000 Besucher in die Kölner Innenstadt lockte. Das Festival für elektronische Musik, Indie-, Pop- und Clubkultur fand nämlich auch in diesem Jahr mitten im Herzen von Köln statt und festigte erneut seinen exzellenten Ruf als Popstandort in der elektronischen Festivallandschaft. An fünf Tagen und Nächten verwandelte sich Köln erneut in eine Electronic City mit internationalem Flair. Ravende Bürgermeisterinnen und jede Menge stage riot bei den Livekonzerten können schließlich nicht irren.
So ein urbanes Festival bedeutet aber auch: jede Menge Lauf- und Beinarbeit. Und so gleite ich an diesen Tagen von Disco zu Disco, Panel zu Panel oder Museum zu Museum. Was die c/o pop nämlich maßgeblich von anderen großen Festivals dieser Art positiv abhebt, ist ihr interdisziplinärer Charakter. Kaum ein anderes Festival in dieser Größenordnung bringt die Theorie und Praxis so gut unter einen Hut wie die Rheinländer. Und so lausche ich am Donnerstag zuerst einem Vortrag über Marketingstrategien für Indie-Labels in der Festivalzentrale, bevor ich abends beim Uffie-Konzert im Gloria Zeuge werde wie hunderte euphorisierter Neon-Rave-Kids die Bühne stürmen und die Performance der Ed Banger-Senkrechtstarterin zum erliegen bringen. Am Folgetag hatte die UK-Grime-Prinzessin M.I.A. die Kollektivhysterie um sie herum deutlich besser im Griff und feierte einfach mit der Masse mit ohne sich ängstlich hinter dem DJ-Pult zu verschanzen. Die Headliner-Position ging in diesem Jahr definitiv zurecht an die gebürtige Sri Lankerin.
Ähnlich bunt gemischt lief auch das restliche Programm ab. Freitags mit der dänischen Party-Truppe von Distortion mit dem Bus durch das nächtliche Köln unterwegs, samstags shoppen auf dem Designmarkt und Labelschau im RheinTriadem und sonntags zuerst dem Erfinder der guten Laune (Sven Väth) auf den Pollerwiesen kurz Hallo sagen und dann das gelungene Wochenende mit einer geballten Ladung Noise-Rock mit Urlaub in Polen bei der finalen IndieCityNight in der Festivalzentrale ausklingen lassen. Fazit c/o pop 2007: noch runder als im Jahr zuvor und definitiv mehr als nur einen Besuch am public day wert…
Katja Peglow
Bilder-Galerie
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