 Junkie XL.
| Band |
Babyshambles |
| Album |
Down In Albion |
| Plattenfirma |
Rough Trade/Sanctuary |
| Bewertung |
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Es gibt natürlich viele Gründe, warum man Pete Doherty hassen könnte. Zum einen hat er einen nicht unwesentlichen Teil zur Trennung seiner extrem vergötterten Ex-Band The Libertines beigetragen und zum anderen sagt er pausenlos die Konzerte seiner neuen Band Babyshambles aus unbekannten(?) Gründen in letzter Sekunde ab. Darüber hinaus füllt der Brite auch noch ununterbrochen die Schlagzeilen der Klatschpresse. Wegen seiner nie enden wollenden Drogeneskapaden. Oder wegen seiner berühmten Freundin Kate Moss (aktueller Status: Ex). Manchmal auch wegen beidem. Angetrieben durch Dohertys akuter Medienpräsenz rief Damon Albarn, in Anlehnung an Bob Geldorfs Live-8-Aktion, den Slogan „Make Doherty History“ ins Leben. Ob der Betroffene darüber geschmunzelt hat, ist nicht überliefert.
Zur Besänftigung seiner Kritiker und zur Freude seiner Fans schickt Doherty jetzt endlich das Debütalbum seiner aktuellen Band Babyshambles ins Rennen. Down In Albion wurde, wie schon in den alten Zeiten, erneut von Mick Jones produziert. Und wie klingt nun der erste legitime Nachfolger im Vergleich zu seiner ehemaligen Band? Manchmal genauso wie die Libertines und ziemlich oft exakt so, als hätte Mick Jones einen nächtlichen Streifzug seines Zöglings ohne dessen Wissen mitgeschnitten und hinterher im Studio so gut es ging albumkompatibel abgemischt. So klingt Down In Albion unter anderem über weite Strecken nämlich auch: unfertig. Hieran knüpfen beispielsweise nahtlos die fragmentarischen Texte an, in denen Doherty augenzwinkernd sein Verhältnis zu seiner Freundin besingt, die es sich nicht nehmen ließ den weiblichen Gegenpart im herrlich verschrobenen Opener selbst zu übernehmen. La Belle Et La Bete bleibt jedoch das einzige Stück, in dem Kate Moss kurz zu Wort kommen darf, auch wenn der Songtitel What Katy Did Next und das dazugehörige im Booklet abgebildete Foto den Hörer zunächst in die Irre führen.
Insgesamt hält sich Doherty recht wacker während der 16(!) Songs auf den Beinen, auch wenn sich natürlich der ein oder andere negative Ausreißer auf dem Debüt eingeschlichen hat, wie das nervige Ragga-Experiment Pentonville. Zu den Höhepunkten zählen mit Sicherheit jedoch das Libertinesque A'rebours und das wuchtige Pipedown. Die Frage, ob Down In Albion tatsächlich den momentanen Gemütszustand von Doherty abbildet, rückt bei solchen Songs vollkommen in den Hintergrund.
Fazit: Weniger rockig. Auch wenn das Debüt für meinen Geschmack streckenweise zu fahrig wirkt, übt dieser Umstand bestimmt einen starken Reiz auf all jene Leute aus, die die Libertines für die letzte große Rock'n'Roll-Hoffnung aus dem Empire gehalten haben. Die Libertines sind tot — lange lebe Babyshambles.
Katja Peglow
Kommentare
| nele schrieb am 18.03.2008 um 18:58 Uhr: |
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Ich finde das Album sehr gelungen. Überall wird Pete Doherty, meiner Meinung nach ein unendlich talentierter Musiker, schlecht gemacht. Es gibt Milliarden von Drogenabhängige, über sie spricht niemand, und meiner Ansicht nach, leidet die Musik der Babyshambles keinesfalls darunter. Außerdem finde ich, dass Pentonville kein schlecher Song ist, sondern eine sehr rhythmische Abwechslung zu dem Rest des Albums.
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| Sebastian Sachse schrieb am 10.01.2006 um 12:55 Uhr: |
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Das hat ja auch niemand behauptet :-)
Down in Albion ist ein tolles Album (natürlich außer Pentonville, das ist wohl der größte Konsens in der Rockgeschichte). Und jeden Tag gibt es ein neues Lieblingslied.
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| what's the matter with you? schrieb am 02.01.2006 um 20:23 Uhr: |
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dass die babyshambles nur im gespräch sind weil pete dohertys ex zufällig kate moss heißt und sich koks reingepfiffen hatist klar. aber das macht die babyshambles ja nicht schlecht.
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| Tom schrieb am 19.12.2005 um 14:36 Uhr: |
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Das Problem was ich bei den Babyshambles sehe ist, dass sie von vielen Libertines-Fans übermäßig in den Himmel gehoben werden. Unumstritten, der Mensch kann Musik machen, aber die Vergötterung ist nun bei Weitem überzogen. Ein weiteres Opfer des bösen Hype.
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| sitting in the backseat crying schrieb am 01.12.2005 um 15:22 Uhr: |
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Katja hat ja auch das aktuelle kettcar' verrissen… .
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| IOWA schrieb am 21.11.2005 um 07:35 Uhr: |
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6/9 ist IMO zu wenig, aber das ist halt das Problem an Reviews…Subjektivität…ich hätte 8 Punkte verteilt, nur mit dem Unterschied, dass es keinen interessiert hätte. :p
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