 Was will man mehr?
| Band |
Nova International |
| Ort |
Chelsea (Wien) |
| Datum |
16.11.2005 |
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Schauplatz Das Chelsea in Wien: Wie immer zu laut, wie immer sehr heiß. Nicht nur die Raumtemperatur, sondern vor allem die Musik.
Intro Oft wünscht man sich Support-Acts ja so schnell wie möglich weg von der Bühne. Bei Jacob Brass hingegen ist es mehr als schade, dass er nur eine Handvoll eigene Songs spielt. Stilistisch vielleicht nicht die Innovation schlechthin, doch mit einer Stimme, die genau so klingt, wie Indie-Pop-Stimmen klingen müssen, und sehr ansprechendem Songwriting bietet der Sänger eine überzeugende Eröffnung des Konzerts. Umso erfreulicher, dass er als „fünftes Band-Mitglied“ das gesamte Konzert von Nova International mitspielt.
Besetzung Am Mikro: Der Entrückte. Michi K. beweist, was Gesangslehrer nie glauben wollen: Es ist möglich, ganze Songs mit geschlossenen Augen zu singen, ohne dabei seltsam zu wirken. Und er ist wohl der einzige Sänger/Gitarrist einer Indie-Band, der auf der Bühne am Weinglas nippt.
Am Schlagzeug: Der Schöne. Auch nach zehn Songs sitzt die Frisur makellos. Dass Kris sich selbst bei krachenden Beats nicht viel bewegt, tut seinem Spiel keinen Abbruch, und kommt den wunderschönen, samtweichen Backing Vocals-Passagen zugute.
An der Gitarre: Der Wilde. So muss Rockmusik aussehen: Sprünge, Posen, fliegende Haare, freches Grinsen. Michi D. und seine rote Gitarre in hingebungsvoller Symbiose, was will man mehr?
Am Bass: Der Stoische. Markus lässt sich auch bei lauten Stücken von den ausgelassen herumtobenden Gitarristen nicht aus der Ruhe bringen. Dass sein Bass rockt und groovt, sieht man ihm nicht an, doch man kann es hören. Und das ist ja das Wichtigste.
Am Keyboard: Der Neue. Jacob Brass, von den Bandkollegen zwecks Coolness „Jackson“ genannt, ist eine willkommene Bereicherung und hoffentlich noch öfter mit Nova auf Tour.
Das Publikum Die Fans sind zunächst verhalten, dann der Musik entsprechend bewegt, und nur in den wenigsten Fällen mit den Songs der neuen Platte vertraut. Zurecht verarscht Sänger Michi die Frau, die durch lautes Gekreische in eine Generalpause hinein das grandiose Drive In Circles zerstört hatte.
Lieblingsstelle Das As im Ärmel der Novas ist ihr mehrstimmiger Gesang. Selten gelingt es Bands, so lupenrein intoniert, einschmeichelnd und klar zusammenzuklingen.
Schlussakkord Bis zur letzten Zugabe eine kontinuierliche Steigerung an Enthusiasmus auf der Bühne und im Publikum. Das einzige, was an diesem Abend wirklich fehlt, ist der Song Bored, der live sicher noch mehr Spaß gemacht hätte als auf CD. Abschließend sei hier noch lobend erwähnt, dass Nova International am Merchandising-Stand viele coole Dinge zu sehr fairen Preisen anbieten.
Katharina Litschauer
Bilder-Galerie
Kommentare
| Mimi schrieb am 21.11.2005 um 17:25 Uhr: |
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Scharf aber dunkel! Gelungene Definition! Danke der schnellen Antwort.
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| Mimi schrieb am 21.11.2005 um 11:40 Uhr: |
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Hiya — hättet ruhig auch mal den stoischen Bassisten photographieren können! Da wär das Photo wenigstens nicht verwackelt, grins!
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| Antwort von Katharina (Redaktion) am 21.11.2005 um 16:58 Uhr: |
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Das haben wir mehrfach versucht, doch er hielt sich konstant im Halbdunkel am Rande der Bühne auf…daher gibt es von ihm zwar scharfe, aber ausschließlich zu dunkle Fotos;-)
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| Peter schrieb am 20.11.2005 um 21:45 Uhr: |
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Hello!
also sehr fein geschrieben der Artikel…kann mich deiner Meinung nur anschließen, Bored hab ich auch sehr vermisst
aber das es zu heiß war, find ich nicht, da gibts schlimmeres…Michi K. stylistisch natürlich ein traum, sehr sexy als er am Weinglas genippt hat…meine weibliche Begleitung ist dahin geschmolzen*gg*
Lt. Markus kommen sie bald wieder nach Ö nämlich im Frühjahr ins Warehouse nach St. Pölten…da geht die party erst richtig ab, da is nämlich viel mehr Platz und keine „Konservenherumgehüpfe“ wie im Chelsea…
also bis dahin
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| Antwort von Katharina (Redaktion) am 21.11.2005 um 00:48 Uhr: |
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Danke! Und: nicht zu heiß sondern sehr heiß… Da sind wohl so einige dahingeschmolzen;-) Sehen uns in St.Pölten!
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