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MELT! (13.07.2007) - Vorbericht

Baggern, die Zehnte.

Band MELT!
Ort Ferropolis bei Gräfenhainichen
Datum 13.07.2007 - 15.07.2007

Unweit der 'Stadt aus Eisen' — Ferropolis befindet sich in Dessau das Umweltbundesamt. Etwas mehr im Süden in Halle und Leipzig das Umweltforschungszentrum, dazu noch die Leipziger Außenstelle des Bundesamtes für Naturschutz. Ein Schwerpunkt dieser Institute ist seit circa 1990 die Nutzung ehemaliger Tagebaugebiete. Und, da schließt sich der Kreis, das leuchtendste Beispiel für eine 'Bergbaufolgelandschaft' ist Ferropolis! Und hier inmitten eines Baggersees, zwischen fünf gigantischen Tagebaukolossen findet im Juli das 10. Melt-Festival statt. Dann heißt es wieder Rock trifft auf Dance, die Gitarre folgt dem Beat. Drei Tage lang werden DJs, Bands, Projekte und Solokünstler im Schatten der einstigen Klimakiller für Walls of Sound sorgen und dem Schubladendenken die Baggerschaufel zeigen. Die Highlights stellt JUSTmag vor:

Frankie says: MELT!
Hype oder Banane? Eigentlich treten Forbidden Hollywood (3 Ex-Member von Frankie Goes To Hollywood) auf. Eigentlich bringen die eigene Songs mit. Und mit Sicherheit spielen die auch den einen oder anderen FGTH-Klassiker. Werden dann tatsächlich Relax oder Welcome to the Pleasuredome gespielt, muss jemand für die Sicherheit der Bagger sorgen! Legendenalarm!

Kelis
She's bossy und she's back. Die Frau, die weiblichen R'n'B wieder in die Indie-Disko gebracht hat, lädt zum exklusiven Festivalauftritt ein. Vereint Goldkettchen- genauso wie Chucksträger.

Deichkind feat. Snap!
Die schon wieder, die erste. Waren der heimliche Headliner vom letzten Jahr. Haben mit ihrer Bühnenshow mehr fürs Image des Festivals getan, als sämtliche Braunkohlebagger und Werbebanner zusammen. Haben dieses Mal sogar Snap! im Gepäck und versprechen erneut Krawall und Remmidemmi.

Hot Chip
Die schon wieder, die zweite. Waren letztes Jahr die Indie-Lieblinge der Saison und habe den Nerd-Look salonfähig gemacht. Beweis? Spielen dieses Mal auf der Hauptbühne und werden erneut mit ihrem hymnischen Techno-Pop die Herzen der Massen erobern.

Ladytron
Als sie 2000 Support von Soulwax waren, war das ein Mysterium. Ein Mysterium sind Ladytron noch heute. Doch rauschhafter kann ein Mysterium nicht auf der Bühne stehen. Also unbedingt berauschen lassen!

Trentemøller
Der DJ Anders Trentemøller ist das Gegenteil von Minimal Techno. Bombastisch. Songorientiert. Melancholisch. Düster. Und ein echter Vollblutmusiker! Sein größtes Vorbild: Mazzy Star! Freut euch also auf pluckernde Beats und seine Liveband aus Dänemark. So was von Pflichttermin.

Autechre
Wo gibt's denn sowas? Electro-Experimental-Beats und Noise-Collagen jenseits jeglicher Hörgewohnheiten auf einem großen Festival? Hier werden mit Sicherheit keine Fetzen fliegen, hier wird kompromisslos gelauscht.

Unkle
Für seine Electro-TripHop-Hits ließ James Lavelle einst Thom Yorke, Ian Brown und Josh Homme singen. Für diesen exklusiven Festival-Auftritt sind special guests angekündigt. Man darf äußerst gespannt auf alles sein.

The Notwist
Back to the early 2000's. Lange haben The Notwist sich nicht auf Bühnen blicken lassen und anderen Projekten gewidmet. Jetzt wird man die hymnische Kraft elektronischen Schrammel-Pop's mal wieder auf der Bühne genießen dürfen — und noch dazu neues Material kennenlernen. Zeitfenster freihalten!

Lady Sovereign
Ein Mädchen, viele Namen. Louise Harman aus Wembley ist wahlweise die ungezogene Schwester von Dizzee Rascal und M.I.A. oder die weibliche Antwort auf Eminem. Auf jeden Fall hat sie den HipHop gerettet und wird nach der Tourabsage im April endlich einmal hierzulande die Bühne rocken.

Polarkreis 18
Haltet Euch fest, diese sieben Jungs aus Dresden sind gerade mal 20 Jahre alt. Haltet Euch vor allem fest, weil dieser Bombast aus Elektronik, Rock und Klassik über das MELT! hinwegfegen wird, als würde Björk Radiohead spielen. Ein Höhepunkt in Weiß, ohne Frage!

Virginia Jetzt!
Die zarteste Versuchung, seit es Schokoladenpudding gibt! Prognose: Werden Mädchenherzen zum Schmelzen bringen. Fest versprochen. Die Jungs können in der Zwischenzeit ja baden gehen…

Anajo
Gleich nochmal Mädchenherzen im Schwitzkasten, aber Jungs dürfen diesmal dabei sein. Für diese Riesenmelodien mit Mitsing-Garantie braucht es auch Männerkehlen!

Tickets zum Festival gibt es für 60 Euro + Gebühren an allen Vorverkaufsstellen. Tagestickets kosten 38 Euro plus Gebühren. Alle weiteren Infos gibt's auf der Festival-Seite.

Katja Peglow, Jörg Dietrich





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