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Ad Vanderveen - Fields of Plenty

Marlboro Country in Holland?

Band Ad Vanderveen
Album Fields of Plenty
Plattenfirma Sonic Rendezvous / King.ink
Bewertung 1 von 9 Punkten

Die weiten, grünen Wiesen Irlands. Die unendlichen Prärien Amerikas. Der Cowboy reitet vor. Die Fluppe im Mundwinkel. Dummerweise hat der Cowboy Holzsandalen an und sein Pferd zieht einen Wohnwagen. Denn der Cowboy kommt aus Holland. Und in Holland gibt es keine Prärien. Maximal Tulpenfelder. Aber da gehören nun mal keine gitarrenschwingenden Chansoniers hin. Es gibt in Holland keine Berge. Deswegen aber muss Ad Vanderveen doch nicht vom „Lowland Rider“ singen. Ein Lied, das die Geschichte einer typischen kanadischen Farmerfamilie erzählt — oder zumindest das, was der Enkel des Farmer-Großpapas dafür hält. Andererseits ist die Tatsache, dass Holland als Ort für derlei pathetisches Wald-, Wiesen- und Heimatgefasel eher ungeeignet ist, der einzige Pluspunkt für das Album. Wäre Ad Vanderveen nämlich Amerikaner und würde Lieder wie Fields Of Plenty oder Back Home Again singen, würde ich ihm auf der Stelle John Wayne zum Fraße vorwerfen. Und da entschuldigt auch seine kanadisch-stämmige Familie nichts.

Fazit: Im Pressetext heißt es, Ad Vanderveen stünde in der Tradition des großen Neil Young. Der würde sich im Grabe umdrehen, wenn er denn schon tot wäre.

Kerstin Petermann



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