 Yes, Please!
| Band |
Tiger Lou |
| Album |
Is My Head Still On? |
| Plattenfirma |
V2 |
| Bewertung |
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Eine alte unter Musikschreibern gängige journalistische Grundregel besagt, dass desto schlechter die Presseinfo des zu rezensierenden Objekts ausfällt, zwanglsläufig dass dazugehörige Album umso besser klingen muss. Okay diese Faustregel hab ich mir jetzt aus den Fingern gesogen, aber wenn diese denn tatsächlich existieren würde, träfe sie zu 100% auf das von überwältigender Schönheit strotzende Debütalbum des Schweden Rasmus Kellerman zu.
Obwohl der erst 23-jährige verheiratete Schwede bereits unter dem Namen Tiger Lou zwei 7'' (Black Foundation/ Malmö), eine EP (Trouble And Desire) und mit seinem Elektropop Nebenprojekt ARAKI Platten veröffentlicht hat, kann man Rasmus Kellerman dennoch mit Fug und Recht als unbeschriebenes Blatt bezeichnen. Das wird sich mit Is My Head Still On? jedoch hoffentlich recht bald ändern, sollte es doch mit dem Teufel zu gehen wenn dieses Meisterwerk vollkommen unbeachtet bliebe, wo es doch das Beste aus der Musik Coldplays (die Stimme bei z.B. Warmth) Ben Folds' (Songwriting) und Kristofer Aström (Hang zur Melancholie) vereint. Natürlich klingt das Debüt von Tiger Lou nicht wie die Summe der einzelnen Teile der soeben zitierten Bands, dafür sind die zehn Songs viel zu abwechslungsreich und eigenständig. Man nehme nur den effektbeladenen Opener Sound Of Crickets mit dem pathetischen Background-Chor oder das treibende, drumlastige The War Between Us- um nur zwei Highlights zu nennen. Auch die erste Singleauskopplung Oh Horatio besticht nicht nur durch den unverschämt eingängigen Refrain sondern auch durch merkwürdige Textzeilen („I Met Horatio Five Years Ago/ Outside Of Munich On The Way To Rome“). Wobei die Lyrics auf Is My Head Still On?, die einzige kleine Schwachstelle ausmachen, die jedoch durch den dynamischen und prägnanten Gesangs Tiger Lous sofort entschuldigt wird, der mit seiner eindringlichen Stimme die melancholische Grundatmosphäre des Albums untermauert. Bleibt abschließend noch zu erwähnen, dass Multintrumentalist Rasmus Kellerman alles außer den Bass (warum eigentlich ausgerechnet den nicht?) selbst eingespielt, geschrieben und mitproduziert hat. Genug der Kaufanreize: Wer dieses fantastische Album verpasst, ist selber Schuld!
Fazit: Nichts für Puristen. Bitte nicht vom winterlich gehaltenem Cover der CD irre führen lassen, Is My Head Still On? funktioniert einfach zu jeder Jahreszeit.
Katja Peglow
Kommentare
| michael schrieb am 09.07.2005 um 02:22 Uhr: |
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allerdings frage ich mich, was daran: „I Met Horatio Five Years Ago/ Outside Of Munich On The Way To Rome“ komisch sein soll.
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| michael schrieb am 09.07.2005 um 02:18 Uhr: |
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korrekt
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