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Kieran McMahon - Falling Deeper Under A Spell

Vom Suchen und Finden.

Band Kieran McMahon
Album Falling Deeper Under A Spell
Plattenfirma Lassomusic / Soulfood
Bewertung 7 von 9 Punkten

Eine Stimme, die sich gebildet hat, aus Schmerz, Kraft und innerer Zuversicht? So erlaube ich mir Kieran McMahons tiefgehende Songs von seinem Debutalbum Falling Deeper Under A Spell zu erklären.
Das Eingangsstück Everybody´s A Fool Sometimes wird sich sogleich als Ohrwurm des Tages herausstellen, auch die Erleichterung, die dabei aus dem Song mitschwingt, macht sich angenehm im Zuhörenden breit. Hingegen klingt Falling Deeper Under A Spell, das nächste Stück, fast altertümlich und lässt auf die irischen Wurzeln schliessen, die Sehnsucht darin kommt klar an, die leichten Gitarren, das basisgebende Schlagzeug mit fast zärtlichen Streichern. Guy Sternberg, der auch bei Maximilian Hecker mitgewirkt hat, wurde als Produzent gewonnen, der seine Kompetenz rücksichtslos miteinfliessen lässt.
Der jetzt nach einigen Rückschlägen in der Künstlerkarriere, in Berlin lebende Ire hat es geschafft ohne aufdringlich zu wirken, seinen Schmerz in Musik zu formen.
Und zwar weder weinerlich noch überfordernd.

Über seine folgenschwere dramatische Kindheit wurde schon genug geschrieben, acht Geschwister, Verlust. Musik war schon immer und wird es immer sein, eine Möglichkeit weiterzugehen. Sich zu entwickeln. So geschieht es auch mit dem Album, mit jedem Hören entwickelt sich mehr von möglichen Botschaften, Metaphern, die klarer werden oder Schmerz, der sich fühlen lässt.
Doch nie aufdringlich, eher vorsichtig, lässt er uns teilhaben an seiner Art sich zu suchen, zu verlieren und letztlich zu finden wie in Getting Lost Inside Myself, Life´s A Breeze. Vergleiche hinken immer, aber Leonhard Cohen schwingt mit, sowie Fans der Tindersticks sicher schmunzeln werden, weil mancher Part an die alten Meister erinnert.
Für viel Gefühl ist hier Raum, zurücklehnen, den Regen an die Scheibe prasseln lassen und den Herbst, den Goldenen, willkommen heißen.

Fazit: Zart und kraftvoll, mal hauchend, mal schmerzlich aus dem Bauch ist hier ein in sich geschlossenes, wenn auch mit 37 Minuten sehr kurzes Herbstalbum erschienen.

Tatjana Tavor



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