 French Psycho.
| Autor |
Georges Perec |
| Titel |
Die Dinge |
| Verlag |
dtv |
| Seiten |
144 |
| Bewertung |
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Wenn Konsum mit Leben verwechselt wird, ist die Empörung des Literaten nicht weit. Sollte er weise sein, verschriftlicht er diese Empörung eher in sachlicher als in selbstgerechter Diktion, so er sich denn nicht lächerlich machen mag. Wer kann sich schon selbst ausnehmen? Bret Easton Ellis hat in „American Psycho“ diese nüchterne, ja kühle Darstellung gewählt, um die innere Leere des Protagonisten zu spiegeln. Sicher hatte er da bereits „Die Dinge“ von Georges Perec gelesen, ein Roman, der 1965 zum ersten Mal erschien und nun wieder neu aufgelegt worden ist.
Distanziert, da gleichgültig, beschreibt Perec das Leben von Silvie und Jérôme, einem Pärchen aus Paris, das nur den einen Wunsch hat: Luxus anhäufen. Deshalb brechen die beiden ihr Studium ab und hoffen, in der Werbebrache auf den für sie so lebenswichtigen Reichtum. Doch obwohl sie mit der Zeit immer mehr Geld verdienen, wird ihnen bald klar, dass sie nie zu einem wirklichen Vermögen kommen werden. In der Hoffnung, ihrem Konsumstreben ein Ende setzen zu können, wandern sie nach Tunesien aus.
Fazit: Wenn Perecs Roman beim Leser scheitert, dann aus dem selben Grund wie American Psycho: Um die Leere darzustellen, muss man leer schreiben. Das aber berührt nicht die Qualität des Werks.
Sebastian Dalkowski
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