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diverse - Team Kitty-Yo

Postminimalrockpophousejazzfolkhiphop.

Band diverse
Album Team Kitty-Yo
Plattenfirma Kitty-Yo
Bewertung 7 von 9 Punkten

Man ist ja in diesen Tagen über jede Erfolgsmeldung froh, die in Zusammenhang mit alternativer Musik steht. Kommt ja nicht mehr oft vor. Diese hier ist eine: Kitty-Yo feiert zehnjähriges Bestehen — auch mit einer Kompilation, bestehend aus zwei CDs. Und die beweisen erneut, warum das Label aus Berlin das abwechlungsreichste Programm im ganzen Land bietet und von Gitarrenpop bis Minimal Techno alles bedient, ohne beliebig zu wirken.

Die erste CD gewährt einen Einblick ins Jahr 2005. Zum ersten Mal dürfen wir einen Song von Maximilian Heckers Album Lady Sleep hören, das im Januar erscheint. Help Me macht da weiter, wo Sigur Rós nach der ersten Hälfte von ( ) aufgehört haben… schwebende Pianoklänge und so. Oder Richard Davis, der gerade erst bei Kitty-Yo unterzeichnet hat und ebenfalls 2005 ein Album veröffentlicht und mit Unrealistic Or The Truth elektronische Welten malt.

Andere Stücke auf CD 1 haben die Künstler ausschließlich für den Sampler geschrieben. Fifteen ist ein unglaublich cooler Song vom Rhythm King And Her Friends und das Rechenzentrum steuern das frühlingshafte Der See dazu.

Auf der zweiten CD befinden sich Songs, „die unserer Meinung nach zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung entweder nicht ganz die Beachtung fanden… oder einfach nie auf CD erhältlich waren“, erklärt die Presseinfo. Da gibt es dann eine Hip Hop-Version von Kantes Im ersten Licht, ein ziemlich dreckiges Duett zwischen Peaches und Gonzales (Hot Pink Hot Sex) und Raz Oharas Version vom Pixies-Klassiker Where Is My Mind?.

Diese Kompilation ist genau richtig für die Zeit vorm Discobesuch oder wenn man mit dem Auto über eine einsame Landstraße fährt. Zu manchen Songs könnte man natürlich auch Sex haben oder sich im Club an jemanden ranschmeißen oder nachts in Freibäder einbrechen… könnte aber auch passieren, dass man ziemlich schläfrig wird. Die Sache bei Veröffentlichungen von Kitty-Yo ist ja, dass man bisweilen nicht weiß, ob man den Song einfach noch tausend Mal hören muss oder der wirklich völlig uninspiriert ist. Aber das letztgenannte ist ja doch meist nur eine faule Ausrede, um wieder die neue Faithless auflegen zu können.

Fazit: Postpopminimalrocktechnohousefreejazzfolkhiphop oder so. Davor mal Hut ab und: Weitermachen!

Sebastian Dalkowski



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